Samstag, 9. Juli 2016

3.Tag Marktoberdorf - Kempten (31 km)

Reisetagebuch Tag 3


Unser dritter Tag (9. Juli 2016) begann mit Regen und Missmut unsererseits. Diejenigen, die im Pfarrheim übernachteten, hatten eine kurze, aber dennoch erholsame Nacht hinter sich. Glücklicherweise ließ der Regen kurz bevor wir losgingen nach, sodass wir trocken in den Tag starten konnten. Der Jakobsweg, der gleich vor dem Pfarrheim begann, führte uns aus Marktoberdorf heraus und über verschiedene Waldwege in etwa 2 1/2 Stunden nach Oberthingau

 Dort trafen wir uns an der Kirche mit Luisa, der es zum Glück schon wieder etwas besser ging. Auf einer Wiese direkt vor der Kirche machten wir einen kurzen Stopp und begutachteten unsere Füße. Daraufhin wurde Simone (Opfer Nr. 2) von Herrn Müller, unserem Seminar-Leiter, aufgrund ihrer Wasserblassen (aktuelle Rekordhalterin mit sechs Blasen) aussortiert und wartete zusammen mit Luisa etwa 3 Stunden (gefühlt 350 Stunden) vor der Kirche in Oberthingau, während die anderen weiter richtung Kempten liefen. (In dieser Zeit entstanden auch die ersten beiden Reisetagebucheinträge durch Simone und Luisa, die so die Zeit überbrückten, um sich wenigstens ein bisschen produktiv zu fühlen.)
Der Rest der Truppe machte sich weiter auf den Weg nach Kempten, während Tamara mit Luisa und Simone zum gleichen Arzt fuhr, den Luisa schon gestern besuchte. Diagnose: Füße im A....

Wenig später forderte der Jakobsweg sein drittes Tribut (Michel, Opfer Nr. 3).

Tamara (= Retterin in der Not) brachte Michel zu Luisa und Simone, die bereits an der Waldorfschule in Kempten, unserer Unterkunft, warteten.

Erschöpft aber sehr stolz kamen gegen 18 Uhr unsere noch intakten 13 Pilger an. In der Turnhalle wurde das Schlafquartier aufgeschlagen.

Als Abschluss unseres bisher mit Abstand anstrengensten Tages wollten wir grillen, doch die Einweggrille von der Tankstelle haben zu allem Überfluss auch nicht funktioniert.

Fix&Fertig von der Anstrengung der vergangenen Tage gingen wir ins Bett.








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